TV/DJK Hammelburg Volleyball

TV/DJK Hammelburg - VfL Nürnberg 2:3 (25:22, 24:26, 25:15, 22:25, 11:15).

"Standing Ovations" begleiteten die Hammelburger Volleyball-Damen nach ihrem tollen Fight gegen den Tabellenführer aus Nürnberg. Auch Hammelburgs Trainer Olli Möller war nach dem Spiel begeistert von seinem Team.

"Es war ein toller Kampf von uns mit einer wahnsinnigen Teamleistung." Zwischenzeitlich sah es sogar so aus, als könnten die Hammelburger Mädels das Parkett als Sieger verlassen. "Es war vielleicht sogar mehr drin, aber das ist nicht schlimm, denn wir haben super gespielt", war Olli Möller zufrieden.
Das Spiel war von Anfang an sehr spannend und intensiv. Im ersten Satz wechselte die Führung ständig. Die Zuschauer waren begeistert von den zum Teil sehr langen Ballwechseln und unterstützten ihr Team schon früh mit "Hopp, Hopp-Rufen". Gegen Ende des Satzes erspielte sich die Heimmannschaft einen kleinen Vorsprung, den sie nicht mehr hergab. Auch der zweite Satz begann ausgeglichen, dann setzte sich Hammelburg nach einem sehenswerten Angriff auf 18:13 ab und hielt diese Führung bis zum 21:17. Der Gästetrainer nahm eine Auszeit, die Wirkung zeigte. Nürnberg glich zum 21:21 aus, aber Hammelburg schlug zurück und hatte beim Stande von 24:23 sogar Satzball. Jetzt zeigte Nürnberg seine individuelle Klasse und drehte den Satz noch zu seinen Gunsten.
Die Gastgeber steckten den Schock schnell weg und gewannen den dritten Satz in beeindruckender Weise mit 25:15. Nicht nur in diesem Satz zeigte Hammelburg vor allem in der Abwehr eine super Leistung. "Die Mädchen setzen das immer besser um, was wir im Training üben", freute sich Olli Möller. 
Aus dem starken Hammelburger Team ragten mit Jana Baumgart und Tabea Lang zwei Spielerinnen in Abwehr und Angriff heraus. Vor allem die Aufschläge von Tabea Lang setzten den Spitzenreiter immer wieder unter Druck. Zu Beginn des vierten Satzes leistete sich Hammelburg eine kleine Auszeit und Nürnberg zog auf 14:9 davon. Angetrieben vom Publikum kam das Möller-Team wieder heran und glich zum 14:14 aus. Bis zum 22:22 blieb es spannend und es roch nach einer Sensation. Nürnberg blieb aber cool und machte mit den nächsten drei Punkten den Satz zu. Es kam zum Tiebreak, in dem sich Nürnberg immer leicht absetzen konnte. Hammelburg biss sich zwar stets ins Match zurück, war am Ende aber doch geschlagen. 
Von Enttäuschung war nach dem Spiel nichts zu sehen. Es überwog die Freude über die tolle Leistung der Mannschaft. "Unsere Taktik, die Bälle in den Rücken der Zuspielerin zu spielen, wurde gut umgesetzt", lautete das Fazit von Olli Möller.

Quelle: Saale Zeitung