TV/DJK Hammelburg Volleyball

Die Hammelburger Mädels bestreiten nach dem Auswärtsauftakt in Altdorf einen Doppelspieltag in der heimischen Saaletalhalle. Christin Heim und Laura Schmitt schätzen den großen Zusammenhalt in der Mannschaft.

Die Vorzeichen sind gleich - wie die Jungs bestreiten auch die Hammelburger Mädels nach einem Auswärtsspiel zwei Heimspiele an einem Wochenende. Am heutigen Samstag gastiert zunächst der SV Esting in der Saaletalhalle, am Sonntag kommt dann der Dresdner SSV. "Esting kennen wir aus gemeinsamen Regionalligazeiten, und mit denen haben wir gerade zu Hause nach der knappen Niederlage in der vergangenen Saison noch eine Rechnung offen. Die hat damals schon geschmerzt", erinnert sich Trainer Olli Möller ungern. Im Gegensatz zu seinen Damen, die sich beim 2:3 in Altdorf den ersten Punkt verdienten, startet Esting in Hammelburg in die Saison.
Sonntagsgegner Dresden spielt schon mehrere Jahre in der 3. Liga und hat sich mittlerweile etabliert. "Da erwartet man eine gewisse Konstanz und Cleverness in deren Spiel", ist sich Olli Möller sicher, obwohl das Team aus Sachsen den Saisonauftakt mit einer Heimpleite gegen den VfL Nürnberg in den Sand setzte.
Zwei tragende Säulen im Hammelburger Spiel sind Spielführerin Christin Heim und ihre Stellvertreterin Laura Schmitt, die seit der Jugend für den Verein spielen. Christin Heim seit ihrem 15. Lebensjahr, Laura Schmitt seit dem 16. "Zusammen spielen wir seit vier Jahren, was sich allerdings schon wie eine halbe Ewigkeit anfühlt", erzählen sie. Sie schätzen es, in ihrem Heimatverein sportliche und soziale Erfahrungen sammeln zu können und sich weiterzuentwickeln. "Durch verschiedene Veranstaltungen wie beispielsweise Weihnachtsfeier oder Schleifchenturniere mischen sich die einzelnen Mannschaften, so dass eine große Gemeinschaft entsteht." 


Viel Spaß nicht nur in der Halle

Christin Heim und Laura Schmitt sehen die Stärken in ihrem Team im Kampfgeist und im Zusammenhalt. "Es gibt kaum ein Training, in dem nicht jeder sein Bestmögliches gibt, alle sind bis in die Haarspitzen motiviert", fügen sie mit einem Augenzwinkern an. "Obwohl, oder gerade auch weil wir so unterschiedliche Charaktere sind, sind wir nicht nur auf dem Feld ein gutes Team, sondern haben auch außerhalb verschiedenster Hallen eine Menge Spaß miteinander. "
Die Trainer Olli Möller und Lutz Zinngraf wissen, dass sie sich auf das Duo verlassen können. "Christin spielt auf der Mittelblockerposition. Ihre Stärken sehen wir in ihrer Variabilität im Angriff und aufgrund ihrer Körperlänge natürlich im Block. Sie ist zu einer echte Führungspersönlichkeit geworden, die dann etwas sagt, wenn der Moment gekommen ist, es zu tun. Sie hat immer ein offenes Ohr für ihre Mitspielerinnen. Der Mund ist auch häufig offen, denn lachen tut sie auch gerne", ergänzt Olli Möller lachend. "Laura spielt auf der Diagonalposition und zeichnet sich durch einen guten Aufschlag sowie einen guten Block aus. Wenn es etwas zu tun oder zu organisieren gibt, meldet sie sich meist als erste, natürlich gaaaanz freiwillig. Nein, im Ernst, nimmt sie sich einer Sache an, kann man sich hundertprozentig auf sie verlassen."
Laura Schmitt und Christin Heim haben bis zur Mitte der letzten Saison noch unter dem Trainergespann Frank Otter/ Thomas Oschmann gespielt. Gefragt zu dem Unterschied zum neuen Duo Lutz Zinngraf/ Olli Möller sehen die beiden unterschiedliche Coachingstile. "Frank zeigte sich als eher ruhiger Taktikfuchs, der im Nachhinein unsere Spiele analysierte, wohingegen Olli emotionaler am Spielfeldrand mitfiebert und Lutz dabei direkt scoutet." Im Training gibt es neue Schwerpunkte. "Das effektive Koordinationstraining von Thomas wurde unter Lutz und Olli durch ein genauso anstrengendes Kraft- und Athletiktraining ersetzt. Der auffälligste Unterschied für uns liegt allerdings in den Frisuren", lachen die beiden.
Der Spaß kommt prinzipiell bei Christin Heim und Laura Schmitt nicht zu kurz - wie die Antwort auf die Frage nach der Zeit für weitere Hobbys beweist: "Nein!!!! Ja klar, da wir im Gegensatz zu manch anderen Mannschaften in unsere Liga 'nur' zwei Mal pro Woche trainieren, haben wir noch drei andere Tage, an denen wir unseren Hobbys nachgehen können, z.B. Training mit der Unimannschaft, Volleyballtraining in Eibelstadt oder Beachvolleyball."
Vor den Spielen hat das Duo mit unterschiedlichen "Problemen" zu kämpfen. "Da bin ich immer davon überzeugt, nichts vergessen zu haben, aber irgendwie fehlt dann doch wieder etwas", erzählt Laura Schmitt. "Lustigerweise ist mein größtes Problem die Essensplanung vor dem Spiel, da ich mit einem vollen Magen nicht gut spielen kann", so Christin Heim.


Ein neuer Schlachtruf

Die Vorfreude auf die beiden Heimspiele ist groß - und auch der Ehrgeiz. "Wir sind kämpferisch voll auf der Höhe und setzen uns nach der knappen Niederlage beim Ligastart und dem starken Auftritt im Pokalfinale (auch wenn es verloren gegangen ist) das Ziel, aus den beiden Spielen insgesamt drei Punkte zu holen", lautet die Vorgabe von Olli Möller. Die Mädels selber wollen für gute Stimmung sorgen, haben schon einen Nachfolger für den Dauerbrenner "Atemlos" in der letzten Spielzeit. "Ja, da gibt es einige. Unser selbsternannter Mannschafts-DJ Selina Helfmann überrascht uns immer wieder mit den 'besten Liedern aller Zeiten'. So entstand auch unser neuer Schlachtruf. Wer ihn hören möchte, ist am Wochenende herzlich in der Saaletalhalle willkommen. Wir freuen uns über jeden einzelnen Zuschauer, der uns beim Punktesammeln tatkräftig unterstützt!"

Quelle: Saale Zeitung