TV/DJK Hammelburg Volleyball

Die Hammelburger Jungs haben die unglückliche Heim-Niederlage gegen Schwaig abgehakt und wollen in Grafing zurück in die Erfolgsspur.

TSV Grafing - TV/DJK Hammelburg.
Ein kämpferisches und enges Spiel erwartet Hammelburgs Trainer Tado Karlovic an diesem Samstag in der Grafinger "Bärenhöhle" beim gastgebenden TSV (5./18). "Das wird keine einfache Geschichte." Seine Hammelburger Jungs (3./21) haben die emotionale Achterbahnfahrt bei der 2:3-Heimniederlage gegen Schwaig längst verarbeitet. "Von Trauer oder depressiven Tendenzen ob der Niederlage war im Training nichts zu spüren." 
Der TSV Grafing startete mit drei Heimniederlagen sehr holprig in die Saison, steigerte sich allerdings bemerkenswert. Immerhin folgte eine Serie von sechs Siegen, darunter ein 3:2 beziehungsweise 3:1 gegen die Titelaspiranten Leipzig und Eltmann. Erst am letzten Wochenende riss die Serie mit einem 0:3 gegen Mainz. "Die Sätze verliefen allerdings sehr knapp, und wie jeder weiß, kann man gegen immer stärker werdende Mainzer auch verlieren", will Tado Karlovic das nicht überbewerten. 
Die Grafinger Volleyballer nennen sich die Bären, denn ein Bär ist auch im Wappen der Stadt im oberbayerischen Landkreis Ebersberg. "Fighting Bayrisch" lautet das Motto des Vereins. Trainiert wird das Team, das als Drittletzter die letzte Saison beendete, von Alex Hezareh, der vorher viele Jahre die Damenmannschaft von Planegg-Krailing coachte, Liga konkurrent der ersten Hammelburger Damenmannschaft. Davor stand Adrian Zoppelt, jetzt Trainer des Volleyball-Bundesligisten ASV Dachau, auf der Kommandobrücke.
TV/DJK-Trainer Tado Karlovic erwartet einen Kampf auf Augenhöhe. "Das ist eine eingespielte, junge und dynamische Truppe, die vor allem im Angriff eine hohe Durchschlagskraft erkennen lässt." Gefährlichster Mann ist Diagonalangreifer Michael Zierhut. "Dieser junge Spieler ist ähnlich stark wie unser Felix (Bendikowski), allerdings mit einer etwas höheren Fehlerquote", weiß Karlovic, auf was sein Team achten muss. "Seine Angriffsquote müssen wir auf ein Normalmaß von 50 Prozent stutzen", fordert Karlovic von seiner Mannschaft. Sein Optimismus gründet sich auf das eigene Block- und Abwehrbollwerk. "Wenn wir uns auf unsere Stärken besinnen, bin ich guter Dinge." 
Bei den Saalestädtern sind alle Mann an Bord. Zusätzliche Motivation sollte die Tatsache sein, dass die Grafinger durch einen Sieg mit entsprechendem Satzverhältnis, Hammelburg vom dritten Tabellenplatz verdrängen können. Friedrich Fell unterstrich nach dem Training die Schwere der Aufgabe. "Vor nicht einmal zwei Jahren haben wir gegen die zweite Grafinger Mannschaft in der Regionalliga gespielt und mit viel Mühe 3:2 gewonnen."