TV/DJK Hammelburg Volleyball

Das Team von Tado Karlovic bewältigt die kräftezehrende Aufgabe von zwei Auswärtsspielen in zwei Tagen mit Bravour.
TSV GA Stuttgart - TV/DJK Hammelburg 2:3 (17:25, 26:24, 23:25, 25:15, 8:15).
Trotz eines 2:6-Rückstands in Satz eins wendete sich das Blatt mit der ersten technischen Auszeit zugunsten der Hammelburger.

"Dann konnten wir unser Spiel konsequent und druckvoll durchziehen und sind davon gezogen", berichtete Trainer Tado Karlovic. Der Stuttgarter Coach brachte im zweiten Satz mit Wechseln frischen Wind in sein Team, das zu mehr Stabilität fand und seine Fehlerquote deutlich reduzierte. "In dieser Phase schlich sich bei uns leider etwas Selbstzufriedenheit ein", bemängelte Karlovic.Trotzdem hatten die Aufsteiger von der Saale beim 23:21 den Satzgewinn vor Augen, schafften es aber nicht, den Sack zu zu machen. "Dank super Annahme- und Abwehrleisung konnten die Stuttgarter drei Angriffe entschärfen", befand der Hammelburger Coach, der sich dann in Floskeln flüchtete. "Der Ball ist erst tot, wenn er am Boden ist", ist eine davon. Und so hieß es Ausgleich anstatt Vorentscheidung.
Die Folgesätze fasste "El Capitano" Felix Bendikowski mit den Worten "zäh, kampfbetont und kaum was für Volleyballästheten" zusammen. Viel Abwehrarbeit auf beiden Seiten, wenig direkte Angriffspunkte und ein munter aufspielender Stuttgarter Diagonalangreifer. "Dass wir uns dann im Tie-Break wieder gesehen haben, war verdient", kommentierte Karlovic den Satzausgleich.
"Im Fünften haben wir uns wieder ein Herz gefasst und leidenschaftlich, mutig und mit Konsequenz agiert", lobte Karlovic seine Truppe, die sich am Ende freute, "nach einer Fahrt durch die halbe Republik, zwei Punkte entführt zu haben", so Karloviv.
Teammanager Didi Gleisle, der Co-Trainer Frank Jansen vertrat, war nach einem schwachen Spiel mit den zwei Punkten zufrieden. "Dies sind vor allem zwei Punkte gegen Stuttgart als potentiellem Gegner im Kampf im den Ligaverbleib. Natürlich verläuft die Saison bisher toll, aber dadurch, dass jeder jeden schlagen kann, ist der Ligaverbleib noch lange nicht gesichert."
Etwa zehn Hammelburger Fans hatten den Weg nach Stuttgart auf sich genommen, um ihr Team zu unterstützen. "Die Fans waren heute der beste Spieler" , meinte Friedrich Fell, der sein Team dann zur Strafe für diese Aussage zum Hotel nach Friedrichshafen fahren durfte.
Erst um kurz nach 1 Uhr nachts erreichten die Jungs das nächtliche Quartier in Friedrichshafen. Winterliche Straßenverhältnisse und zehn "Blitzer" auf den letzten zehn Kilometern sorgten noch einmal für eine Geduldsprobe. Irgendwie passte das zu dem vorangegangenen Spiel. Trotz kurzer Nacht, waren bei der morgendlichen lockeren Trainingseinheit alle Mannen motiviert und fit bei der Sache.

VYS Friedrichshafen - TV/DJK Hammelburg 1:3 (19:25, 25:17, 21:25, 23:25).
"Es war das erwartet schwere Spiel und ich bin froh, dass wir die drei Punkte haben", atmete Tado Karlovic hörbar durch. "Unglaublich, wir haben fünf von sechs Punkten geholt." Dem ersten Satz hatten seine Jungs den Stempel aufgedrückt und ihn glatt nach Hause gebracht. "Doch im zweiten Durchgang spielte Friedrichshafen tadellos, ging mehr Risiko und hat uns zu Recht auf Abstand gehalten", erkannte Karlovic neidlos an.Für den Trainer war wichtig, dass spätestens jetzt jeder wusste, was die Stunde geschlagen hat. Seine Jungs nahmen den Kampf an, ergriffen die Initiative. "Bei 24:17 haben wir mehrere Satzbälle nicht genutzt, ehe Felix Bendikowski den Ball versenkte." Die Gastgeber gaben nicht auf und ab dem 20:20 war jeder einzelne Punkt heiß umkämpft. "Henning Schulte und Mario Radman haben da riesen Blocks gespielt, Felix den Schlusspunkt gesetzt." Große Erleichterung bei den Hammelburgern, dass sie nicht erneut in den Tiebreak mussten. Libero Aaron Dettner wurden zum besten Spieler (MVP) gewählt. "Das hat er sich verdient."

Quelle: Saale Zeitung