TV/DJK Hammelburg Volleyball

Erste Saisonniederlage in Leipzig kassiert. Ein Punkt wäre drin gewesen.

L.E. Volleys - TV/DJK Hammelburg 3:1 (25:17, 20:25, 25:23, 25:20).


"Auf Grund der vielen negativen Vorzeichen haben wir einfach nicht unser gewohntes Spiel aufziehen können", meinte Hammelburgs Trainer Tado Karlovic nicht nur den mit neun Mann ziemlich dünnen Kader. Michi Schottdorf und Aldin Dzafic waren noch geschwächt, Felix Bendikowski und Mario Radman bissen die Zähne zusammen und kämpften sich angeschlagen durch die Partie. "Der Sieg für Leipzig geht am Ende in Ordnung, weil sie einfach in den entscheidenden Situationen das souveränere Team waren. Dennoch wäre ein Punkt durchaus möglich, wenn nicht sogar verdient gewesen", hakte Karlovic die erste Saisonniederlage ab. 
Seine Jungs hatten den Auftakt verschlafen, mussten von Beginn an einem Rückstand hinterherlaufen. Den Leipzigern merkte man die Freude auf ihr erstes richtiges Heimspiel an, vor allem im Aufschlag brachte man die Hammelburger gehörig ins Wackeln. Der Rest wurde mit druckvollen Angriffen erledigt.
Umgekehrte Vorzeichen im zweiten Durchgang, in dem die Aufschlaghoheit auf Seiten der Saalestädter lag. "Zudem glänzten wir durch starkes Block- und Abwehrverhalten", sah Karlovic nach dem 10:10 bei Aufschlag Henning Schulte eine Serie von sieben Punkten in Folge. Diese Führung ließ man sich nicht mehr nehmen. "Der dritte Satz war der entscheidende", erlebte Karlovic bis zum 16:16 ein Duell auf Augenhöhe mit dem Titelaspiranten. Den folgenden Drei-Punkte-Rückstand steckten die Saalemänner noch unbeeindruckt weg, glichen wieder zum 20:20 aus. "Dann war Leipzig allerdings zu abgezockt und hatte das Glück auf seiner Seite", befand Tado Karlovic.
Der vierte Satz verlief wie der erste. "Da hat Leipzig seine ganzen Stärken ausgespielt, denen wir aufgrund der diversen Wehwehchen einfach kein Topniveau entgegensetzen konnten." Immer wieder war es der zum wertvollsten Spieler (MVP) gewählte Leipziger Außenangreifer Sebastian Hähner, der in den entscheidenden Situationen das letzte Wort hatte.
Um zwei Uhr nachts kam der Bus mit einer müden aber dennoch gut gelaunten Truppe wieder im Heimathafen Hammelburg an. Teammanager Didi Gleisle, der in Leipzig als Co-Trainer mit auf der Bank saß, trauerte dem möglichen Punktgewinn nach. "Leipzig ist eine gute Mannschaft, aber den Punkt hätten wir durch einen erfolgreichen dritten Satz mitnehmen können. Wir haben in Leipzig einige Fehler mehr gemacht im Gegensatz zu unserem Auswärtsspiel in Mainz. Zudem waren in der Mannschaft leider einige Spieler angeschlagen, weswegen auch unsere stärkste Waffe, das Zusammenspiel zwischen Aldin und Felix, nicht so gut klappte."

Qulle: Saale Zeitung