TV/DJK Hammelburg Volleyball

Am morgigen Samstag (20 Uhr) dürfen unsere Hammelburg Volleys endlich wieder das eigene Wohnzimmer rocken. Wenn auch mit strengem Hygienekonzet. Der Testlauf startet zunächst mit maximal 200 Zuschauern.

TV/DJK Hammelburg - TSV Grafing (Samstag, 20 Uhr) 200 Auserwählte. So viele (oder so wenige) Zuschauer dürfen das Heimspieldebüt der Hammelburg Volleys in dieser Spielzeit gegen Grafing live in der Saaletalhalle erleben. Besser als nichts und ein Schritt zur Normalität. Doch schon nach den ersten Ligaspieltagen steht fest: Es wird insgesamt eine unrunde Saison.

Stand jetzt wird der Oktober der Hammelburger Heimspielmonat. Die Volleys treten laut Plan nicht nur am Samstag in der Saaletalhalle an, sondern auch am 17., 24. und 31. Oktober.

Abteilungsleiter Matthias Benner sieht diese Wochen aber auch als Phase zum Testen. Und zwar, ob die Heimspieltage mit maximal 200 Zuschauern und einem ausgefeilten Hygienekonzept in der Halle funktionieren. "Wir stehen in der Verantwortung, dass Volleyball in Hammelburg kein Auslöser für einen Corona-Hotspot wird."

Mehr Zuschauer erlaubt?

Aber hätte der Verein nicht gern mehr Besucher bei den Heimspielen gehabt? Wenn es gut läuft, kommen in Normalzeiten 500 bis 600.

"Die Zahl 200 ist mit dem Gesundheitsamt in Bad Kissingen abgestimmt", sagt Benner. Zwar sei der Verein um jeden Zuschauer froh, der mehr zugelassen sei. Aber bei den 200 wird es den ganzen Monat über bleiben. Obwohl zum Beispiel bei Mühldorf am Inn 250 Besucher - allerdings in einer deutlich größeren Halle - zugelassen sind.

"Das tut zwar ein bisschen weh, nicht nur wegen der geringeren Einnahmen, sondern weil die Zuschauer auch auf die Mannschaft leistungsfördernd wirken. Aber wir haben die Saison so geplant, dass sie uns nicht in unserer Existenz bedroht." Da baue der Verein auf das enorm wichtige Engagement der Sponsoren. Apropos Sponsoren. Sie konnten schon vor Beginn des Online-Ticketverkaufs am Mittwoch ihre Kontingente abrufen. Doch Hallensprecher Oliver Wendt sagt nun: "Viele Sponsoren haben aufgrund der begrenzten Ticketanzahl auf ihre Kontingente verzichtet und angeboten, diese in den freien Verkauf zu geben."

Der Run auf die Tickets war zunächst groß. Zum Verkaufsstart am Mittwoch, 10 Uhr, brach erstmal der Internet-Server zusammen. Offensichtlich hatten zu viele Fans zur selben Zeit versucht, auf die Seite zuzugreifen. "Mit einem solchen Run auf unsere Tickets hätten wir selber nicht gerechnet", so Wendt. Eine Stunde später konnten dann alle Interessierten ihre begehrten Tickets ordern.

Mit Ausweichterminen wird's eng

Derweil spitzt sich die Lage der Liga zu: erst der Wasserschaden beim Spiel der Volleys in Kriftel; die Begegnung muss wiederholt werden. Dann fünf Covid-19-Fälle bei Konkurrent FT 1844 Freiburg. Dessen Mannschaft wurde vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne geschickt wurde (beide Teams treffen aber erst am 15. November aufeinander). Schließlich der verspätete Saisonstart der Hammelburger durch die Spielverlegung des ersten Heimspieles in den Oktober.

Unter Umständen wird es selbst mit den Ausweichtagen eng. Und Matthias Benner mutiert zum Hammelburger Terminjongleur. "Für das Wiederholungsspiel in Kriftel habe ich fünf Termine gemeldet, immer sonntags."

Das bedeute zwar an manchen Wochenenden zwei Spiele, "für Nichtberufssportler eine Herausforderung". Doch unter der Woche wollten die Volleys wegen Ausbildung, Studium oder beruflicher Verpflichtungen der Spieler nicht antreten.

Grafing kommt

Der Gegner

Mit dem Team aus Grafing kommt der Meister von 2018 in die Saaletalhalle, der bisher in allen drei absolvierten Spielen in den Tie-Break musste. Während man sich gegen Kriftel und Gotha durchsetzen konnte, musste man sich gegen Titelaspirant Mimmenhausen geschlagen geben. Die "Bärenstädter" zählen zu den Topteams der Liga und waren in den vergangenen Jahren stets ein etablierter Teilnehmer im Meisterschaftsrennen. Das Team aus dem Südosten von München ist im Vergleich zur Vorsaison im Kern gleich geblieben, hat sich aber mit einigen Talenten aus der eigenen Jugend verstärkt.Grafing zu Gast

Der Trainer

Ein ganz neues Gesicht findet man an der Seitenlinie: Markus Zymmara hatte vor der Saison die Nachfolge des im Mai nach fünf Jahren zurückgetretenen Alexander Hezareh angetreten. "Prominentester" Akteur ist Julius Höfer, der vier Jahre bei Erstligist Herrsching spielte, bevor er 2017 zu den "Bären" wechselte.

Der Rückkehrer

Der Hammelburger Henning Schulte spielt in seiner zweiten Saison bei den Grafingern und geht in München einem Studium nach. Schulte, der das Team des TV/DJK vor Jahren mit in die 2. Bundesliga führte, stand bereits mit Hammelburgs Kapitän Oscar Benner sowie den Neuzugängen Aaron Dettner und Lorenz Karlitzek gemeinsam auf dem Feld.