TV/DJK Hammelburg Volleyball

"Das war heute ein historischer Sieg nach all den bereits historischen Aufstiegen der Truppe, der einen nur glücklich manchen kann", fasste Trainer Tado Karlovic den traumhaften Einstand seiner Jungs in der 2. Bundesliga zusammen.

TGM Mainz-Gonsenheim - TV/DJK Hammelburg 0:3 (20:25, 18:25, 19:25).

"Einfach nur Wahnsinn", ergänzte Co-Trainer Frank Jansen. Entsprechend euphorisch war die Stimmung in der Mannschaft und bei der kleinen mitgereisten Anhängerschar in der Mainzer Sporthalle. "Wenn du fast mehr Lärm auf der Tribüne machst, als die Einheimischen, macht das schon Spaß", meinte Pressesprecher Olly Wendt die Anfeuerung der TV/DJK-Fans, zu denen noch "Catering-Chef" Matthias Weimer mit Familie, Abteilungsleiter Matthias Benner mit Familie und Team Manager Didi Gleisle zählten. 

Hoch konzentriert gingen die Hammelburger in die Partie, die sich zu dem erwarteten Duell auf Augenhöhe entwickelte. Michi Schottdorf gelang der erste Hammelburger Punkt in der 2. Bundesliga, doch bis zum 13:13 blieb alles sehr ausgeglichen. "Wenn beide Teams ähnlich stark sind, entscheidet die Tagesform, und da hatten wir heute eindeutig die Nase vorn", freute sich Didi Gleisle über die folgenden Aufschlagserien von Kapitän Felix Bendikowski und Außenangreifer Lukas Spachmann zum 18:14. Dazu gesellte sich eine starke Block- und Angriffsleistung von Außenangreifer Henning Schulte - 1:0.

Die Konzentration wurde auch im zweiten Durchgang hoch gehalten - bis zum 7:5. Anschließende Flüchtigkeitsfehler nutzte Mainz zur 12:10-Führung. Der entscheidende Mann, nicht nur in dieser Phase, war Felix Bendikowski, der nicht zu stoppen war. Der Mix aus erneut starken Aufschlägen und einer geschlossenen Blockleistung drehte den Satz zu Gunsten der Hammelburger.

Eine Neuerung in der 2. Bundesliga brachte die Saalemänner aus dem Rhythmus. Zwischen dem zweiten und dritten Satz gibt es eine zehnminütige Pause, in der die Gastgeber Gewinnspiele oder ähnliches anbieten können. "Was für den Zuschauer eine gelungene Auszeit ist, ist für das führende Team eine Zwangspause, die sich oft negativ auswirkt", sah Olly Wendt sein Team mit 3:8 in Rückstand geraten. "Auch diesen Durchhänger haben die Jungs verkraftet und sich zurück ins Spiel gekämpft", lobte Tado Karlovic nicht nur eine Aufschlagserie von Henning Schulte zum 7:8, sondern auch die starke Blockleistung von Mario Radmann, Lukas Spachmann und Aldin Dzafic, die mit 15:13 für die Wende sorgten. Nur als Abteilungsleiter Matthias Benner voller Emotionen und lautstark beim Stand von 21:16 von den Rängen rief "super Jungs, dann bin ich ja noch vor Beginn des Sportstudios daheim", durften die Mainzer nochmal punkten. Nach dem Matchball legten die Hammelburger einen "Spitzenreiter-Sirtaki" aufs Parkett.

Nach jedem Bundesligaspiel wird ein MVP (Most Valuable Player) gewählt, der jeweils von den beiden Trainern gewählt wird. Hier fiel die Wahl auf Mannschaftskapitän Felix Bedikowski, der eine fehlerfreie Vorstellung bot. "Alle Jungs haben heute eine top Leistung abgerufen, aber mein heimlicher MVP ist heute Aldin Dzafic", so Tado Karlovic. "So taktisch klug wie Aldin heute seine Mitspieler in Szene gesetzt hat, verdient große Anerkennung."

Quelle: Saale Zeitung