TV/DJK Hammelburg Volleyball

Die Hammelburger bestreiten am 16. September ein Testspiel gegen den Bundesligisten United Volleys. Tado Karlovic muss auf Mario Radman und Friedrich Fell verzichten.

von THOMAS SCHULZE

Die Herausforderung 2. Bundesliga rückt für die Jungs des TV/DJK Hammelburg immer näher. Den letzten Härtetest vor dem Saisonauftakt in Mainz am Samstag absolviert das Team von Tado Karlovic und Frank Jansen an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) in der heimischen Saaletalhalle gegen den Bundesligisten United Volleys. Gecoacht werden die Gäste von Michael Warm, auch österreichischer Nationaltrainer, der ein guter Bekannter von Tado Karlovic ist. "Hätte vor fünf Jahren jemand gesagt, dass ein Bundesligist gespickt mit Nationalspielern zum Test nach Hammelburg kommt, hätte man den für verrückt erklärt", unterstreicht der TV/DJK-Trainer noch einmal die Erfolgsgeschichte der letzten Jahre .


Spiele in der Fraport Arena

Die United Volleys sind ein ehrgeiziges Volleyball-Projekt. Nach dem Bundesliga-Aufstieg der TG Rüsselsheim stieg ein Investor ein und man verstärkte das Team gezielt. "Wir setzen auf die talentiertesten deutschen Spieler, die bei uns zu echten Sportlerpersönlichkeiten und festen Größen in der Nationalmannschaft reifen sollen. Mit diesen jungen Wilden wollen wir die Volleyballanhänger in der gesamten Region begeistern", erläutert Teammanager Henning Wegter das Konzept. Unter dem neuen Namen United Volleys wird das Team seine Heimspiele in der Fraport Arena Frankfurt bestreiten. "Wir wollen als sportliches Aushängeschild vor Ort offen sein für alle, die sich im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus für Männer-Volleyball engagieren, und gemeinsam mit Partnern aus den verschiedensten Bereichen in den kommenden Jahren einiges bewegen", beschreibt Wegter den Gedanken dahinter. Ziel ist, neben Friedrichshafen und Berlin ein weiteres Volleyball-Zentrum zu schaffen. Deswegen legt man großen Wert auf die eigene Nachwuchsarbeit und kooperiert mit dem Volleyball-Internat Frankfurt.
Das hat für Oscar Benner zur Folge, dass er heute mit Mittelblocker Tobias Krick und Zuspieler Stefan Thiel zwei Spieler wiedertrifft, mit denen er bei der U 19-WM in Argentinien im August gespielt hat.
Das Spiel an sich hat für Tado Karlovic nicht wirklich Testspielcharakter. "Der Gegner ist einfach unglaublich stark und wird jeden noch so kleinen Fehler gnadenlos bestrafen." Das bewiesen die United Volleys am letzten Samstag, als sie das Turnier bei Hammelburgs Zweitliga-Konkurrenten Eltmann gewannen und die gastgebenden Oshino Volleys im Finale mit 3:0 bezwangen. Für den Hammelburger Trainer ist der Unterschied zwischen Erster und Zweiter Bundesliga mehr als nur eine Klasse. "Dennoch freuen wir uns natürlich riesig, unserer wachsenden Fangemeinde so kurz vor Beginn der regulären Saison, noch einmal solch ein Spiel präsentieren zu können", hofft Tado Karlovic auf regen Zuschauerzuspruch.


Nur drei Spiele bestritten

Die bisherige Vorbereitung der Hammelburger lief nicht wie gewünscht. So mussten sie am vergangenen Wochenende ein Turnier in Schwaig ohne die beiden etatmäßigen Zuspieler Olli Möller und Aldin Dzafic absolvieren, die familiär bzw. beruflich verhindert waren. Die Saalestädter bezwangen am ersten Turniertag zwar die Ligakonkurrenten aus Stuttgart und Schwaig mit 2:1 bzw. 2:0, mussten sich dann aber dem Drittligisten Marktredwitz geschlagen geben. Auf eine weitere Turnierteilnahme verzichteten die Hammelburger. "Da wir ohne Olli und Aldin angetreten sind, hätte es trotz der guten Auftritte wenig Sinn gemacht, noch einmal in einer Formation zu spielen, die in der regulären Saison so nie auf dem Feld stehen wird", begründete Außenangreifer Henning Schulte.
Auch gegen die United Volleys kann der TV/DJK nicht in Bestbesetzung antreten, da die Mittelblocker Mario Radman und Friedrich Fell fehlen. Bleibt zu hoffen, dass es kein Debakel für die Saalestädter gibt. "Die spielen ohnehin schon zwei Luftschichten weiter oben", beschleicht Tado Karlovic ein ungutes Gefühl.
Alle Neuerungen und Auflagen, die die Hammelburger in der 2. Bundesliga umsetzen müssen, sind noch nicht fertig. "Dennoch werden wir schon den elektronischen Anschreibebogen testen und auch mit den Balljungen und Wischern einige Abläufe proben", kündigt Pressesprecher Oliver Wendt an. "So langsam steigt die Anspannung bei uns, ob wir alle Hausaufgaben bis zu unserem ersten Heimspiel erledigt bekommen."