TV/DJK Hammelburg Volleyball

Ihre gute Form beweisen die Volleyballer des TV/DJK Hammelburg mit zwei Siegen im Nordbayern-Pokal. Vor dem Doppel-Heimspieltag der Männer in der 2. Bundesliga fordert Matthias Benner dennoch eine Leistungssteigerung.

Gut, besser, Hammelburg. Die TV/DJK-Volleyballer sorgen in diesen Tagen auch im Pokal für Schlagzeilen. Frauen wie Männer gewannen das Turnier um den Nordbayern-Pokal und qualifizierten sich für das Bayerische Pokalfinale am 11. Oktober in Plattling. Unter der Wettkampfleitung von Matthias Benner traf das Herrenteam in der Saaletalhalle zunächst auf den Zweitligisten und direkten Ligakonkurrenten ASV Neumarkt. Mit 16:11 führten die Hammelburger bereits, ehe eine Schwächephase dem Gegner in die Karten spielte, der den ersten Satz schließlich mit 25:23 gewann. Aber der Heimvorteil sollte sich schließlich auszahlen. Nach einem überdeutlichen 25:12 im zweiten Satz ging es in den Tiebreak, den zunächst der ASV Neumarkt dominierte. Über 8:3 und 11:5 hatten die Oberpfälzer beim 14:11 sogar drei Matchbälle. "Dann haben die Jungs erneut gezeigt, dass man auch in solchen Situationen niemals aufgibt", sagte TV/DJK-Trainer Tado Karlovic. Mit großer Moral gelang der 14:14-Gleichstand. Es folgte ein ultraspannendes Hin und Her - mit dem besseren Ende für die Unterfranken (21:19).


Taktische Spielchen

Damit war der schwerste Brocken aus dem Weg geräumt. Im Finale gegen den Bayernligisten TSV Eibelstadt gab Trainer Karlovic vor allem den beiden Nachwuchsspielern Lorenz Karlitzek und Oscar Benner die Möglichkeit, Spielpraxis zu sammeln. Im Zuspiel schwang diesmal Olli Möller das Zepter und machte seine Sache gut. Am Ende behielt man mit 25:19 und 25:22 die Oberhand. "Für das Wochenende ist sicherlich eine deutliche Leistungssteigerung nötig, um in den Heimspielen gegen Delitzsch und Eltmann zu punkten", sagte Matthias Benner nach dem Turnier. Nach dem 3:0-Auftaktsieg in Mainz dürfte die Halle in jedem Fall eine Rekordkulisse erleben.

In Katzwang-Schwabach nahmen bei den Frauen nach der Absage des TSV Lengfeld fünf Mannschaften teil, weshalb nur ein Vorrundenspiel ausgetragen wurde. Beide Hammelburger Teams bestritten umgehend ein Halbfinale. Hier setzte sich das von Lutz Zinngraf gecoachte Drittliga-Team gegen Regionalligist Erlangen mit 2:1 (25:16, 22:25, 16:14) durch. "Wenn die Annahme bei uns nicht kommt, gelingt es uns leider nicht, auch nur ansatzweise etwas daraus zu machen", bemängelte Spielführerin Christin Heim den ersten Ball, vor allem im zweiten Satz. Auch im Finale gegen den drei Klassen tiefer angesiedelten TV Unterdürrbach gelang es den Drittliga-Neulingen nicht, ihr selbst definiertes Ziel zu verwirklichen. "Wir wollten nicht mehr als 15 Punkte pro Satz zulassen", verriet Christin Heim, "allerdings war es erneut die Annahme, an der wir bis zum Ligastart noch dringend arbeiten müssen". Dennoch reichte es zu einem sicheren 2:0-Erfolg (25:10, 25:21) über den Landesligisten. Paula Hepp und Selina Helfmann spielten derweil für die 2. Damen, da sie als Jugendspieler für die ersten vier Spiele in der Dritten Liga ohnehin gesperrt sind. Trotz dieser Unterstützung gingen das Halbfinale gegen den TV Unterdürrbach sowie das Spiel um Platz 3 jeweils mit 0:2 verloren.

Quelle: Saale Zeitung