TV/DJK Hammelburg Volleyball

Die Ü-43-Volleyballerinnen des TV/DJK Hammelburg sind Deutscher Meister.

Sie waren einfach an der Reihe, die Ü-43-Volleyballerinnen des TV/DJK Hammelburg, die in den vergangenen Jahren bei den Deutschen Meisterschaften mal Zweiter, mal Dritter waren und doch nie den großen Wurf geschafft hatten. Qualifiziert hatten sich die Unterfranken für dieses nationale Championat als amtierende Bayerische Meister beim vorösterlichen Turnier in Lohhof, als die Gastgeber mit 2:1 bezwungen wurden.

In Norderstedt spielten zwölf Teams dieser Altersklasse den Deutschen Meister aus. Und der erste Wettkampftag begann perfekt mit dem 2:0-Sieg über Dingden, ehe man Bad Homburg mit 0:2 unterlag. "Da waren wir alle schon geknickt. Ohne allerdings zu wissen, dass diese Niederlage von unserem Trainer quasi einkalkuliert war. Das ist halt ein Taktikfuchs", sagte Vilma Bindrum über Frank Otter, der scheinbar wild gewechselt hatte."Was uns aber nicht unbedingt überraschte, weil wir über 13 nahezu gleichwertige Spielerinnen verfügen", so Vilma Bindrum. Das Ziel, auf den Favoriten aus Waldniel frühestens im Finale zu treffen, war damit erreicht worden.
Als Gruppenzweiter wurde Bremen im Überkreuz-Viertelfinale mit 2:0 deutlich besiegt, ehe im Halbfinale Hamburg-Fischbek in drei Sätzen aus dem Weg geräumt wurde mit einem 15:13 im Tiebreak. Kaum zu glauben, dass das Finale gegen Waldniel vor toller Kulisse noch ein Stück dramatischer werden sollte.

Nach dem unglücklich verlorenen ersten Satz (27:29) steigerten sich die TV/DJK-Frauen enorm und zwangen das Team aus Nordrhein-Westfalen mit einem 25:14 in den Tiebreak. "Wir haben erst 12:8 geführt, lagen dann 12:13 zurück, um uns nach dem 15:13 in den Armen zu liegen", erinnert sich Vilma Bindrum an den krönenden Abschluss des zweiten Wettkampftages mit insgesamt vier Endspielen verschiedener Seniorenklassen. Zum Feiern ging es ins Hofbräuhaus - nach Hamburg.

Die Hammelburger Mannschaft rekrutiert sich aus ehemaligen TV/DJK-Spielerinnen und deren Freundeskreis, vor allem aus dem süddeutschen Raum. "Daher hatten wir einmal sogar in Dachau trainiert", sagt Vilma Bindrum. Seit fünf Jahren ist die Mannschaft nahezu unverändert, also in gewisser Weise auch eingespielt. Erst recht mit einem Taktikfuchs als Trainer.

 

Quelle: Saalezeitung