TV/DJK Hammelburg Volleyball

Hammelburgs Frauen entzaubern den Primus und wahren ihre Aufstiegs-Chance. Die Männertruppe erleidet einen herben Rückschlag im Titelkampf.


Landesliga Frauen


TV/DJK Hammelburg II - TV Unterdürrbach 3:0 (25:16, 25:15, 25:20).
Riesig waren Anspannung und der Respekt vor dem Tabellenführer. Und umso größer die Freude hernach, als der Spitzenreiter zwar nicht vom Liga-Thron gestürzt wurde, aber immerhin eine richtige Abfuhr kassierte von den Saalestädterinnen, die ihre kleine Titelchance damit wahrten. Ausgeglichen hatte der erste Satz begonnen, ehe sich die TV/DJK-Frauen einen entscheidenden Vorsprung erspielten (20:12) - mit druckvollen und fehlerfreien Aufschlägen, mit einer sicheren Annahme und gutem Zuspiel sowie präzisen Angriffsschlägen. Die konstant gute Leistung aller Akteure wurde mit dem Etappensieg belohnt in einem hochklassigen Spiel. Motiviert und fokussiert wurde das nächste Teilziel angegangen. Zwei Aufschlag-Serien und gute Verteidigungsarbeit brachten einen willensstarken TV/DJK mit 17:5 in Führung. Über die Diagonale überzeugte Katharina Wüscher mit einer konstant starken Angriffsleistung. Erst im dritten Satz wusste sich der Gegner besser in Szene zu setzen angesichts einer 4:0-Führung. Aber es war eben der Tag der Hammelburgerinnen, die beim 10:9 das Spiel gedreht hatten, womit die Stimmung im Team ihren Höhepunkt erreichte. Fortan wurde jeder Punkt abgefeiert hin zum grandiosen Ende.

TV/DJK Hammelburg II - TUS Feuchtwangen 3:0 (25:7, 25:21, 25:20).
Nahezu in Perfektion wurde der erste Satz eingeheimst. Mit einer Aufschlagserie von Selina Helfmann zum 14:0. Doch so einfach wollte sich Feuchtwangen nicht aus der Halle schießen lassen und begann Satz zwei auf Augenhöhe (6:6). Schlussendlich gab die höhere Qualität und größere Nervenstärke erneut den Ausschlag zu Gunsten der Gastgeber. Eng und umkämpft geriet auch der dritte Satz, der der letzte an diesem Tag sein sollte. Damit bleibt die Mannschaft von Kjeld Classen und Katharina Wehner in eigener Halle unbesiegt und hat beste Aussichten auf die Relegation.


Bezirksliga Männer


TV Mömlingen III - TV/DJK Hammelburg II 3:0 (25:23, 25:21, 25:19).

Erstmals in dieser Saison mussten sich die Youngster aus Hammelburg einem in vielen Belangen besseren Gegner geschlagen geben. Die "alten Herren" aus Mömlingen hatten bei ihrem Heimspieltag eine Mannschaft aufgeboten, die vor ein paar Jahren noch gemeinsam in der Regionalliga spielte. Diese geballte Kraft aus Erfahrung, körperlichen Längenvorteilen und feinster Technik machte den Unterschied. Nach dem unglücklichen Satzverlust zum Auftakt starteten die Saalemänner mit viel Wut im Bauch in den zweiten Satz. Klaus Baden punktete zwar verlässlich über Außen, aber es half wenig, weil der Mömlinger Diagonalspieler seine wuchtigen Angriffe zu oft platzieren konnte. Nach langer Trainingspause hatte Sebi Rennert besser ins Spiel gefunden, doch jetzt war es der Mömlinger Mittelangreifer, der die Nadelstiche setzte und die Punkte einfuhr. TV/DJK-Coach Olli Burtchen versuchte diesen Spielfluss durch Auszeiten und Wechsel zu unterbrechen, doch auch er musste erkennen, dass in diesem Spiel nichts zu holen war.

TV/DJK Hammelburg II - TSV Jahn Würzburg 1:3 (20:25, 25:22, 21:25, 22:25).
Mit einer veränderten Formation ging es in die zweite Begegnung, die den Fans einen heißen Schlagabtausch bescherte. Einige überflüssige und ungewohnte Fehler mündeten in den Satzverlust. In einem Spiel auf absoluter Augenhöhe hatten die Hammelburger dank geringerer Fehlerquote danach das bessere Ende für sich. Im dritten Satz wollte man es mit der Brechstange probieren - vergebens. Bei Felix Tolle machte sich dessen Verletzung bemerkbar. Nichts ging mehr über die Mitte, was Würzburg den entscheidenden Vorteil brachte. Obwohl Lukas Baden aus der dritten Mannschaft mit einigen starken Sprungaufschlägen noch etwas Hoffnung aufkommen ließ, ging der Satz verloren. Nun setzte Hammelburg alles auf eine Karte, doch am Ende reichten Kraft und Durchschlagskraft nicht, um das Spiel zu drehen. Würzburgs Diagonalangreifer wuchs über sich hinaus mit einer Trefferquote von fast hundert Prozent. Noch liegen die Hammelburger mit einem Punkt in der Tabelle vor Würzburg und haben somit die Entscheidung um die Meisterschaft in der eigenen Hand. Würzburg muss am letzten Spieltag nach Münnerstadt zum Tabellen-Dritten, was sicherlich keine leichte Aufgabe wird.


Bezirksklasse Frauen


TSV Wonfurt - TV Bad Brückenau 3:1 (25:16, 21:25, 25:23, 25:22).
Wieder von Andrej Kramlich gecoacht in Vertretung der Trainerin Maika Herbert, hatten die Rhönerinnen einen schweren Stand beim Tabellenzweiten, der mit einer Aufschlagserie vorlegte und den ersten Satz klar für sich entschied. Mit einer veränderten Aufstellung und mit neuem Kampfgeist ging es in den zweiten Satz. Die Annahme stabilisierte sich, so dass Zuspielerin Milena Denk ihre Angreifer gut in Szene setzen konnte bis hin zum Satzgewinn. Danach gab Trainer Andrej Kramlich die taktische Anweisung, das Spiel aktiver über die Mittelangreifer Theresa Hahn und Tanja Heil zu gestalten. Ein erfolgreicher Schachzug, zumal die Aufschlagserie von Vera Schwab die TV-Frauen in Führung brachte. Allerdings fand der Favorit zurück ins Spiel und gewann Satz drei hauchdünn. Wie auch den vierten Abschnitt, in dem die Sinnstadt-Mädels wieder mehr als ordentlich gespielt hatten mit Theresa Hahn und Tanja Heil als starken Mittelblockern.

TV Bad Brückenau - DJK Schweinfurt 2:3 (14:25, 25:8, 25:27, 25:19, 9:15).
Der Druck des Gewinnenmüssens lähmte die TV-Frauen zunächst in diesem Kellerduell. Doch das Blatt sollte sich wenden, sensationell hoch wurde der zweite Satz gewonnen mit kraftvollen und gezielten Aufschlägen. Die Aufschlagserie von Theresa Hahn brachte Bad Brückenau in Satz drei komfortabel in Führung, aber im folgenden Nervenspiel hatte der Gegner das bessere Ende für sich. Das Auf und Ab sollte sich fortsetzen. Jetzt war Fortuna auf Bad Brückenauer Seite, womit das Spiel in den Tiebreak ging. Dort passte die Annahme und auch am Netz wurde gekämpft, jedoch war an diesem Tag der DJK die bessere Mannschaft. "Wir führen die Tabelle zwar nur von hinten an, aber wir können die Liga aus eigener Kraft halten. Daher heißt es nun die Werbetrommeln zu rühren für unseren Heimspieltag am 13. März. Dann brauchen wir jede Unterstützung", weiß TV-Trainerin Maika Herbert. Mit zwei Siegen könnte noch der Sprung vom aktuell neunten auf den siebten Rang gelingen.

 

Quelle: Saalezeitung